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Die Rückkehr

Jahre ist es her, als ich das letzte mal in der Hauptstadt der Menschen war. Ich stehe vor dieser einen Tür, meine Finger schaffen es nicht, an ihr zu klopfen. Ich starre unsicher das Foto an, das einzige, was mir in all den Jahren von den Lebenden geblieben ist. Es ist ein Bild von ihr, Iseth, die schönste und bekannteste aller Elunepriesterinnen. Jahre ist es her, als wir beide Hand in Hand durch den Fluss jagten und uns unter einer Eiche schlafen legten. Ich erinnere mich genau daran, wie mein Abschied war, als ich ihr sagte, dass ich gegen den König allen Übels in den Kampf ziehen wollte. Ich wollte sie beschützen, ihr Kummer ersparen…und doch bin ich es, der ihr Kummer bereitet hat. Ich starb im Feld und wurde Werkzeug jenes Mannes, den ich zuvor vernichten wollte.
Nun bin ich endlich frei, begnadigt vom König höchst persöhnlich. Dennoch…kann ich diese Tür nicht öffnen. Ich wage nicht mir vor zu stellen, welche Qualen sie erlitt, als man ihr meine Todesnachricht erbrachte. Noch weniger ihr Entsetzen, wenn sie mich nun sieht: auferstanden als Ritter des Todes, erschaffen um Herzlos zu sein, erschaffen um zu morden. Iseth, meine Priesterin, die du den mächtigsten aller Dämonen erzwungen hast, wie soll ich dir je in die Augen schauen können?
Der Paladin schickt uns zu unseren Hinterbliebenen, zu Verwandten und ehemaligen Freunden, doch wer hat noch Platz für jene, die solches Übel verbreitet haben? Wir wurden zum morden erschaffen, lehnten uns gegen unseren Schöpfer auf, verlassen von beiden Seiten, Aussätzige, das sind wir.

Die Tür ist weiß gestrichen, silberweiß, wie dein schönes Elfenhaar. das Fenster leuchtet so hell wie deine Augen. Meine eisige Hand aber schafft es nicht, an ihr zu klopfen, sie erstarrt, wie ich selbst. Erinnerungen kommen hoch, Gefühle, die ich nicht mehr kannte, die ich vergessen und verloren glaubte. Hast du mich vergessen, Iseth, hast du mich verdrängt? Oder habe ich doch noch einen winzigen Platz in deinem Herzen? Der Paladin sagte, es sei höflich, wenn man zum Gruß den Helm absetzten würde, darum liegt der meine auf dem Arm, gestützt von diesem großen Schwert, dass schon so viel Blut vergossen hat. Ich hab es gewaschen, ebenso wie ich die Rüstung gewaschen hab. Magst du mich auch abweisen, du sollst dich nich an mich als Barbare erinnern.

Ich nehme all meinen Mut zusammen, Heere konnten mich nicht aufhalten, wieso kannst du es? Ich darf nicht, ich kann nicht umkehren, ohne die Wahrheit zu kennen. Mit meinen schweren Eisenhandschuhen poche ich gegen die Tür, Mädchenstimmen erklingen. Eine Menschin öffnet die Tür, mein Anblick erschaudert sie, und doch lässt sie nach dir rufen. Ihre entsetzten Augen starren mich an, lassen nicht von mir los. Sie stehen für all die Augen, die zusehen mussten, wie ich ihnen ihre Liebsten nahm. Ich stehe für meine Taten gerade, das bin ich mir schuldig, das bin ich ihr schuldig, das bin ich allen schuldig. Ich höre Geflüster, wie sich ein Bogen spannt im Hintergrund, wie ein Stab sich vom Boden erhebt. Die Schritte kommen näher, die Menschin verschwindet von der Tür und eine Stimme erklingt: „Was führt euch hierher?“

Die Tür öffnet sich und ich stehe vor dir, einer bildhübschen Elfin, wie sie Sylvanas nie hätte sein können. Deine Augen wandern von meinen Füßen zu meinem Gesicht. Ich spüre, wie nach Jahren mein Herz plötzlich wieder schlägt. Wie sehr habe ich diesen Klang vermisst. Ich will dich ansprechen, dir so viele Fragen stellen! Doch ich kann mich nicht rühren, meine Stimme scheint erstummt, in meinem eisigen Hals ein dicker Klumpen warmer Gefühle.
Ich zeige das Foto vor, es ist ein wenig schäbig, doch das Bild ist klar und deutlich. Deine Lippen öffnen sich, dein mächtiger Stab fällt wie in Zeitlupe aus deiner zarten Hand, du schaust mir in die Augen, hebst deine zitternde Hand in meine Richtung. Deine Finger sind so nahe…und dennoch wagst du es nicht mich zu berühren, als würdest du mich für ein Gespenst halten. Wie sehr würde ich deine Gedanken nun erfassen können, diese Mischung aus Freude, Entsetzen und Verwirrung. Deine Lippen beben, du siehst direkt in meine Augen: „Du.. du L..“

Ich nehme ihre Hand, die mir so nahe ist, und lege sie sanft auf mein eisiges Gesicht: „..lebst? Ja.“ Ein kleines Lächeln zaubert sich in ihr erstarrtes Gesicht, eine Träne rinnt leise über ihre Wange. Ihre Hand, so warm, so weich. Ich spüre wie sie leicht nach hinten driftet, ich drücke die Tür beiseite und lasse sie in meine Arme sinken. Mein Helm und mein Schwert fallen lautstark zu Boden. Hinter ihr starrt mich eine Gruppe jugendlicher an, meine Geschwister, meine Familie. Alisviel senkt den auf mich gerichteten Bogen: “ Wilkommen zu Hause…Illidahn.“

Der Wind bläst durch mein Haar, die Sonne erscheint am Horizont, ich liege in einem echten Menschenbett. Viele Tage hab ich gebangt und gehofft, doch nun erwache ich in meinem eigenen Traum: ich bin in der hohen Jagdschule des eisigen Berges. Eingepackt in warme Felldecken liegt mein Grr faul im Körbchen, aus seiner Nase steigt weisslicher dampf.
Obgleich es mitten im sommer ist, schein es hier Winter zu sein. Die Blumen haben einen winzigen Stiel, als würde sie sonst der Wind wegtragen. Die Luft ist kalt und dennoch brennt sie in der Nase. Nur das warme Feuer in der Studierkammer widersteht dieser Kälte, die vor keiner Decke, keinem Fell oder Federkleid abprallt.
Es ist als sei man in einer anderen Welt, fernab der milden Düfte des warmen Elfenwaldes und der warmen Wasserfälle. Die Bäume hier haben keine großen Blätter, sondern Nadeln und obgleich sie seit Jahrhunderten stehen, überragen sie meinen Kopf nicht. Es gibthier auch keinen Geruch, als gäbe es sie nicht, als würde die Luft sie in ihrer frischen brise zu Boden drücken.
Morgen beginnt der Unterricht, ich bin sehr aufgeregt. Was werden sie uns beibringen? Werde ich Freunde finden?

Völkeraufstand in Menschenhauptstadt
Das erste Verstoß gegen die neue Priester-Kriegerregelung hatte schon am Vorabend der Urteilsverkündung zu Unruhen geführt. Der Jäger Tharendel des braunen Fells wurde dabei erwischt, wie er seine langjährige Gemahlin, die elfische Priesterin Belphea der sprießenden Blüte im hohen Tempel bei Gurgwetstan besuchte. Da Jäger ebenso wie Krieger und Ritter in Kriegszelten schlafen, gilt für sie die selbe Regelung. Die Urteilsverkündung am Tag nach seiner Anreise lautete 100 Jahre Einsamkeit auf den Theresberg, die Priesterin hingegen wurde freigesprochen, da eine zweisame Einsamkeit sinnlos sei. Als die Priesterin aus Protest ihren Priesterposten abgab um dem Gemahlen zu folgen, geriet die Völkermasse endgültig ausser kontrolle. Hunderte Menschen, Gnome, Zwerge, Oger, Orcs, Hyphien und Zentauren stürmten auf das Richterplateu und zerstörten sämtliche Orbien, Bücher und Spheren. Derzeit leben der Jäger und die Priesterin unter dem Schutz des Tempelhüters von Frer’ Gar bis sich die Tumulte gelegt haben.
Druide Sheerin der Verbergenden Streifen

Oger wegen Kannibalismus festgenommen
Ein Hordenoger wurde Vorgestern wegen Kannibalismus festgenommen, er soll den Fuß seines verstorbenen Onkels während der Bestattungs Zeremonie entwendet und aus Langeweile daran geknabbert haben. Bis vor der Vereinigung der Inselmächte war Kannibalismus eine weit verbreitete praxis bei den Oger und wird daher bis heute in vielen Horde Stämmen nicht als schlimm gesehen. Die Stammoger hingegen haben seit des Gesetzes keinen einzigen Kannibalismus fall mehr vorgewiesen, weswegen die Oger trotz Regelbrüche nicht aus dem Inselnrat (auch bekannt als Hohe Mächte) verstossen wurden.
Das Gesetz existiert seit 100 Jahren und wurde von den Gnomen verlangt, als einige Oger sämtliche Särge nahe der Gnomensiedlung Wurgitzwilkz ausgruben und mitnahmen. Seitdem ist das verspeisen von lebenden wie von toten Personen (das bedeutet jegliche in der Inselvereinigung angenommene und vertretene Art) strengstens verboten und der Oger muss mit einer hohen Bußstrafe rechnen.
StammOger Gulgu

Antike Schriften in Kieseltal gefunden
Gestern wurden Antike Schriften im öden Kieseltal gefunden, es handelt sich hierbei um Hinterbleibsel aus der antiken Zeit der Menschen. Da es sich weder um die uralten Zeichen der Chinesen und Japaner, noch um die Buchstabenschrift der Amurikaner handelt, vermuten Wissenschaftler jetzt, dass es eine weitere entwickelte Kultur gegeben haben muss. Die damaligen Menschen starben an einer plötzlichen Katastrophe die zum Heutigen Tage nicht mehr nach zu vollziehen ist. Es wird vermutet dass der plötzliche Klimawandel, der unter anderem einen starken Anstieg der Radioaktivität zu Folge hatte, Grund dafür sei. Die Heute noch lebenden Menschen wurden während der Zeitknalls von Degahn und Atoll in unsere Zeit geschleudert, sie stammen noch von der Zeit vor den Amurikanern und haben daher keinerlei Wissen über die seltsamen Schriften.
Druide Dandhal der flinken Schuppe

Reit- und Flugtierverbot in Zwergenhauptstadt
Seit einer Woche herrsch Reit- und Flugtierverbot in der Zwergenhauptstadt, grund dafür ist der enorme Aufwand, die in einer Höle gebauten Stadt vom Geruch und der Verunreinigung sauber zu halten und mit Luft zu versorgen.
Um den in den Spitzen der Stalagtiten und Stalagmiten lebenden Bewohnern eine alternative Fortbewegung zu bieten, werden Stadtzeppelline in Betrieb genommen und zusätzliche Aufzüge gebaut. Auch ein weiterer Riesenventilator ist in Planung, um die wachsende Bewohneranzahl ausreichend mit Luft und Wasser zu versorgen.
Firli Fitzel, Übername Gnomicomicus

CK

Abschied

Vom Himmel fielen rote Blüten, wie im Meer schwimmende Tränen zu Boden. Die Brise schwingte sie sanft in meine Richtung. Der Karren fuhr ganz nahe vorbei, man konnte ihn beinahe mit den Händen berühren. Ich atmete tief ein, ein Duft von Rosen lag in der luft, bittere Rosen.
Mein Herz summte leidend eine sanfte Melodie, während er vor mir vorbeifuhr. Sein Blick streifte meinen, während sei wunderschönes weißes Haar wie ein Tanz im Wind hin und her schwingte. Auf seinem Kopf lagen Blütenblätter, sie hatten sich wie eine schützende Haut auf ihn gelegt. Ich folgte der weißen Pracht von wo sie begann, über die Schultern, über die sie streiften, wie die Finger über eine Harfe, den Armen entlang bis zu den Händen, bei denen ihre zarte glätte in einer kleinen Locke endete.
Die Hände, sie machten die Melodie, die mein Herz sang noch trauriger: Sie waren gefangen in eisernen Ketten. Er hielt seine Finger leicht angewinkelt, sie stützten jene Eisenringe, die seine Arme so erschwerten. Er hatte Schmerzen, man konnte es sofort erkennen, doch war es mir fremd zu wissen, ob sein leiblicher Schmerz, oder sein seelischer mehr schmerzte.
Aus seinen Augen ronn eine Träne, nur eine, sie war einsam, düster und nur für mich… sie war rot, rot wie Blut.
Der erste Gefangene. Bestraft, weil er sein Herz einer Priesterin schenkte. Möge ich für immer von der Elfischen ewigkeit verbannt werden, morgen werde ich an deiner Seite stehen, Hand in Hand, bis in den Tot verbunden.

Liebes Tagebuch
Zuhause ist es doch am schönsten, vorallem nach 3 Stunden Schiffahrt und 4 Stunden Zeppelinflug. Gleich gestern habe ich meiner Familie auch vom Troll erzählt und gestanden, dass ich die hohe Jagdschule des eisigen Berges besuchen möchte… die haben vielleicht Augen gemacht (ausser Illy, weil der ja immer eine Binde vor den Augen hat). Irgendwie hat jeder total anders reagiert. Illy und Ise waren total begeistert, das hat mich echt überrascht. Delana, die ja sonst alles super findet, hat sich auf Grr gesetzt und ihn nicht mehr los gelassen. Sie hat gemeint: „Der Tiger aber bleibt bei mir, den darfst du nicht mitnehmen.“ Adiphe ist vor Schreck blau geworden (also.. naja.. viel blauer als normal eben) und Fitzle hat mir wie immer die Brieftasche geklaut…
Die anderen waren leider nicht da. Sie sind wohl bei Großmutter Welly und den Waisenkindern in der Akademie der Hoffnung. Irgendwie bin ich froh, dass ich meine Familie hab, wenn ich daran denke dass all die Kinder im Nachbardorf weder Vater noch Mutter haben, dann macht mich das traurig. Ich fühle mich sehr schuldig, denn ich habe ja einen Vater, wenn auch nicht mein leiblicher.

CK

Leserbrief
Krieger und Priester
„Ich finde es eine Frechheit dass Kriegerinnen und Priestessen ihre Kinder nicht in den Tempeln behalten dürfen. Es ist mir bewusst, dass die Tempel keine Kindergärten sind, doch eine Mutter hat das Recht ihr Kind in der Nähe zu haben und in guten Händen zu wissen. Wie sollen sich die Krieger und Priester auf ihre Arbeit konzentrieren, wenn sie sich um ihre Kilometer weit entfernten Schützlinge sorgen? Auch das Verbot gegen Familienbündnissen ist zweifelhaft: jahrelange Bündnisse gehen zugrunde aber gegen die dauernden Schwangerschaftsurlaube werden sie nichts helfen. Stadtdessen müssen Elfenkinder Jahrzehnte lang ohne Eltern groß werden, obgleich bisher noch nie eine Elfin Schwangerschaftsurlaub verlangt hat. Die Waisenhäuser in den Menschenstädten müssen die Kinder auf den Boden schlafen lassen, weil es weder Platz noch Betten gibt. Man sollte für alle Kinder die in langen stabilen Beziehungen geboren sind eine Ausnahme machen und sie in den Tempeln willkommen heißen.“Roswita Johnson, Lichtritterin und Mutter

Betrunkener Zwerg entführt Straßenbeleuchtung
Die bekannten Zwergensiedlung Gruor steht seit drei Tagen im Dunklen. Grund dafür ist, das ein angetrunkener Zwerg die Hauptlampe der Straßenbeleuchtung zu Boden warf. Laut seinen Erinnerngen hätte die Lampe ihn einen heftigen Schlag auf den Kopf verpasst und so mit dem Streit angefangen. Daraufhin warf er sie zu Boden und prügelte die magische Leuchtkugel nieder. Als er an den Kabeln hängen blieb, riss er sie mit samt der Lampe aus den Boden und schleifte sia nach hause, wo er sie in seinen keller sperrte. Trotz mehrerer Bemühungen der Behörde für Saufmissstände hat er sich bis jetzt geweigert die Lampe wieder raus zu rücken.
Druide Selisvedahn der scharfen Augen

Hund terrorisiert Wartezimmer, Frauchen angezeigt
Ein Hund hatte vor einigen Tagen das Wartezimmers eines Tierartztes terrorisiert, indem er grundlos in die Beine der wartenden Leute biss. Torky Troggle, einer der wartenden, berichtete uns dass die Leute alle panisch auf ihre Stühle gesprungen seien oder schnell die Beine eingezogen hätten.
Dieser Hund biss heftig rein, ein Kind hatte stundenlang geweint und vielen blutete heftig das Bein. Die Dame, dessen Vieh das war, ignorierte vollkommen die Taten ihrer Pelzratte und wollte ein Mädchen sogar Anzeigen, weil diese vom eigenen Haustier beschützt wurde. Wir haben uns natürlich alle zusammen getan und sie im ehrenvollen Haus der Justitia angezeigt.
Die Besitzerin D.W.(sie möchte nicht erkannt werden):“Mein armer, armer Schnucki Putzi, angegriffen von einem Wilden Tiger. Ich hatte die blöde Elfin gleich zu beginn gebeten, ihren blöden Raubkater aus den Wartesaal zu nehmen. Das ist ein Tierartztbüro und kein Zoo. Aber sie wollte nicht hören und alle waren verängstigt. Ich versteh überhaupt nicht warum ich angezeigt wurde, ich bin ja ganz ruhig rumgesessen. Und das bisschen knabbern an den beinen.. das war doch nicht so schlimm. Er spielt eben ein wenig und MIR hat er noch nie was getan. Es war dieses Vieh dass meinen süßen Schnucki Putzi brutal durch das Zimmer geschleudert hat. Den Tiger sollte man einsperren, nicht meinen Hund, der ist ein echtes Risiko. Der Artzt war der schlimmste, als ich ihn von der brutalen Attacke des Tigers berichtet hatte, ging er es sich anschauen und begann mich aus zu lachen. So eine Frechheit!!
Druide Sheerin der Verbergenden Streifen

Gnom raubt versehentlich eigenes Haus aus
Ein etwas desorientierter Schurke brach in dieser Woche in sein eigenes Haus ein und raubte sich gänzlich aus. Erst als F.F. sich mit den von ihm gestohlenen Wertgegenstände in seine eigene Wohnung begab, fiel ihm auf, dass er beraubt wurde. Laut eigener Aussage fehlten Goldschmuck, Gelt und Wertpapiere. Erst nachdem er bei der gnomerischen Polizei Anzeige erstattete, fiel ihm auf, dass sich alle entwendeten Gegenstände in seinem Beutesack befanden.
Sogleich wurde er von der Polizei vernommen und gestand sein Verbrechen. Trotz wehementem Wiederstand von seiten der Königreichanwaltschaft hat der Verteidigungsanwalt des Schurken ihm dringend geraten, die Anzeige zurückzuziehen.
Firli Fitzel, Übername Gnomicomicus

CK

Liebes Tagebuch,
Heute hatten wir ein Sprechen mit einem komischen Mann, ein Troll glaub ich. Er hatte einen weißen bart und seine Haare waren alle in kleine zöpfe geflochten, die bis zu seinen Knien reichten. Er hat mit uns das Blatt Ritual gemacht, das das entscheidet, wieviel Magie in einem steckt und dann hat er uns beraten, für was wir geeignet sind oder nicht.
Bei vielen ist das blatt grün geblieben, bei einigen ist es leicht lila geworden, bei manchen blau… Ich hatte eine art Türkisgrüne Farbe, was irgendwie weder viel noch wenig war. Der Troll meinte ich sollte doch meine Liebe zu wilden Tieren ausnutzen und Jägerin werden, so könnte ich das Futter für Grr selbst erfarmen und hätte genug wissen um nach Lust und Freude durch die Inseln zu wandern.
Irgendwie hat mir diese Idee gefallen… vielleicht schreibe ich mich nächstes Jahr wirklich an die hohe Jagdschule des eisigen Berges ein, sie ist zwar etwas abgelegen, aber dafür darf man eigene Haustiere und Postfinke haben, das darf man in den anderen Akademien nicht.
Was werden wohl meine Schwestern sagen… oder Illy?

CK

Liebes Tagebuch,
Gestern hab ich meinen kleinen Schneetiger zur jährlichen Kontrolle gebracht, er war wie immer nicht recht begeistert vom Tierartzt und hatte die ganze zeit rumgeknurrt. Den Artzt hatte das nicht beeindruckt, er kennt Grr mittlerweile schon sehr gut. Ich weiß noch, dass er bei der ersten Visite bei jedem Knurren zusammen gezuckt ist und mich gebeten hatte, den Kopf fest zu halten. Wie kann man sich nur vor so einer harmosen Mietze fürchten?

Als ich in den Wartesaal kam, sind alle sehr erschrocken. Sie wollten dass ich mit meinem Grr draußen warte, aber ich hab mich nicht einfach so verschicken lassen, wieso sollte ein Tiger draußen warten, wenn sogar Schlagen in Stoffsäcken drinnen waren? Nach fünf minuten hatten sich die Leute alle beruhigt und Grr lag friedlich neben meinem stuhl und leckte seine Pfoten (er war zuvor in einen großen Eisbecher getreten).

Vor mir an der Reihe war eine Menschenfrau mit einem komischen Wolf, der irgendwie zu klein geraten ist. Er kam mir bis zum Knie und hatte eine Art Band um den Hals, der an einem Seil an die Besitzerin gehängt war. Zuerst dachte ich ja sie wolle das Tier würgen, aber nachdem er immer wieder wie ein Stier an dem Seil gezogen hat war mir klar, dass das mehr eine Last für die Frau als für den Wolf war. Das witzigste war, dass dieses kleine Ding komische laute von sich gegeben hat, ich glaub es war.. Bellen. Und heulen konnte dieser komische Miniwolf auch nicht.
Sie hat behauptet das sei ein „richtiges“ Haustier, nicht so ein wildes Vieh wie meines. Nun ja, gehorsam war dieses „richtige“ Haustier nicht, er kannte weder „sitz“ noch „fass“ noch „aus“. Dafür biss er fast allen ins Bein, ohne dass die Frau viel dagegen tat, das Seil half ihr dabei auch nicht wirklich. Irgendwie verstand ich, warum sie sich dieses winzige Wölfchen zugelegt hatte, es wäre etwas unangenehm gewesen, wenn sie sich ein echtes Haustier wie einen Löwen, Bären oder einen Raptor zugelegt hätte.

Irgendwann waren alle mit den Beinen auf den Stühlen und beschwerten sich, es tat weh und sie wussten ja nicht, ob dieses Tier Tollwut hatte oder so was, es war ja nicht zum Spaß hier. Auf jeden fall waren alle Beine bis auf meine in der Höhe und das zog diese Ratte mit Lockenwicklern magisch in meine Richtung. Ich dachte mir nichts dabei denn ich trug eine dicke Lederschiene auf meinen Beinen, mein Grr war da anderer Meinung und verpasste dem Wolf einen heftigen Schlag mit seiner Pfote bevor dieser mich erreicht hatte.
Er heulte jämmerlich (also konnte er doch noch ein wenig heulen) und flog mit voller Wucht gegen die Wand. Danach rannte die Frau zu ihrem richtigen Haustier, hob es hoch und rannte damit in die Praxiskammer (der Artzt hatte gerade „herein“gerufen). Sie sagte so was wie „This has consequenzes!“ Grr legte sich seelenruhig wieder hin und leckte weiter seine Pfote.
Alle waren Geschockt und still. Die ersten setzen sich langsam wieder normal auf ihre Stühle und betrachtten den Schneetiger.Irgendwann tauchte das Gesicht des Artztes auf und musterte Grr (Die Frau hatte ihm wohl die Geschichte erzählt), er begann zu lachen und sagte: „Dieser Tiger da soll Sie und ihren Hund aggressiv und gewaltsam angegriffen haben? Der ist so zahm dass ich ihn als Abstellfläche für Dynamit gebrauchen könnte.“
Ich war sooo stolz auf meine Mietze…

CK

Liebes Tagebuch,
Heute fragte mich ein Irrlichtenelf, warum mich alle Sonni nannten, er meinte das sei kein name für ein Mädchen. Das hat mich sehr verletzt. Ich weiß noch wie Illy mir den Namen gegeben hat. „Ich habe keinen Namen, niemand hat mir einen gegeben“, das hatte ich zu Ihm gesagt. Er schmuntzelte und setzte sich : „Dann gib ich dir einen.“ Es hatte zwei wochen und vier tage gedauert, bis er wieder zu mir kam. Er hatte dieses komische Geschichtebuch in der Hand, in dem über die Entdeckung antiker Gegenstände gesprochen wurde. „Da, schau das Bild“, hatte er gesagt:“ da ist eine der antiken wertvollen Scheiben aus Eisenschlangen und Rasterplatten. Die Gnome sagen, es war in der mitte des hauptraumes, aber sie wissen nicht wozu es gut war. Man hat dort auch viele uralte Menschen gleich daneben gefunden, das muss sehr wertvoll für sie gewesen sein.“ Ich staunte, aber ich wusste nicht recht warum er es mir zeigte, bis ich die kleine Humanoglyphenschrift auf dem komischen Etwas sah. S-O-N-Y, sonni.
Illy lächelte mich strahlend an: „Jeder hatte eines davon, es war den menschen dort wertvoll, und du bist mir wertvoll, darum nenne ich dich Sonni.“
Vielleicht sollte ich diesem Irrlichtelfchen die Geschichte auch mal erzählen, aber ich halte sie für zu wertvoll…

CK

Eröffnung des Nachrichtenpergaments „Der wandernde Druide“
Nach dreijähriger Zensur von seiten der Hohen Mächte, ist es nun wieder gestattet, Nachrichten zu verbreiten. Zu dieser Feier wurde die Redaktion des wandernden Druiden neu gegründet. Bereits zwanzig der ehemaligen Freiheitsdruiden haben sich der Redaktion angeschlossen und mühevoll Neuigkeiten und Wissenswertes gesammelt. Nach vielen Jahrzehnten der heimlichen Verbreitung von Nachrichten haben hundert ehemalige wandernde Druiden ihre Freiheit erhalten und durften ihre Tierische Formwandlungen zurückfordern. Um die hohe Qualität der wandernden Druiden zu garantieren wurden hunderte von Adlerdruiden zum Austragen der Pergamente angestellt. Es ist wie vor der Inselspaltung wieder allen Druiden, Elfen und in Selpherin lebenden Leuten gestattet, wahrheitsgetreue Berichte oder Meinungsberichte einzusenden. Einzige Voraussetzungen sind Angabe des Namens und Klans/oder elfischer Übername sowie Art des eingeschickten Berichts.
Druide Spherin der Weichen Flügel

Dekret zur Meinungsfreiheit für Elfen erlassen
Die neue Kaiserin hat trotz der strengen Regelungen der Hohen Mächte eine Sonderlizens erhalten, mit der auf Elfischem Boden totale Meinungsfreiheit herrscht. Keine feindlichen Worte werden mehr straflich verfolgt, solange sie einer einzelnen person keinen Geistigen oder Materiellen schaden zufügt. Die erst letztes Jahrzehnt gekrönte Kaiserin Alisvien hat sämtliche Zensurhäuser der Hohen Mächte aufgelöst und die dort angestellten Menschen, Gnome und Oger in ihren Heimatsort bringen lassen. Es gab zahlreiche Proteste der Zwerge und Trolle, die behaupteten, dass freie Meinung nach der Inselspaltung eine Zumutung wäre; auch die weiteren Mitglieder der Hohen Mächte waren stark gegen diese Maßnahme.
Die Kaiserin Alisvien meinte dazu: „Elfen haben immer schon frei gedacht und geredet, die Zensur war und ist eine reine Ehrenverletzung. In meinem Land darf ich entscheiden und ich werde mein Volk nicht für Missetaten rügen, die es nicht gibt.“
Der gnomische Erzwinzling Gitzlitz Guggler bewundert Alisviens Mut und plant ebenfalls die Zensurgesetze drastisch zu lockern.
Druide Waendhal der Wilden Kralle

Proteste um die „Akademie der Hoffnung“
Hunderte von Menschen protestieren wehement gegen die Aufnahme Elternloser Menschenkinder im Waisendorf „Akademie der Hoffnung“. Da ein in Elfenlanden groß gezogenes Kind das Altern eines Elfens annähme, sei es laut Protestierenden für diese unmöglich, jemals ihre Eltern zu finden, soweit es diese überhaupt gäbe. Die vielen dazu gewonnenen Lebensjahre seien aißerdem eine Zumutung für den menschlichen Körper und gäbe den Kindern eine verdrehte Realität.
Die ehrenvolle Waisenbetreuerin Welly weist diese proteste zurück, es gäbe nur drei menschliche Kinder im Waisenrdorf und sie alle haben keine Eltern oder Eltern, die auf der Elfeninsel leben und die Kinder regelmäßig besuchen.
Die berühmte Lichtkriegerin Selpherin nimmt das Waisendorf in Schutz, sie selber schicke ihr Kind in diese Akademie, da sie eine besonders freundliche Atmosphäre und viel Sicherheit biete. Gleichzeitig verurteilt sie die Waisenhäuser auf der Menscheninsel, da sie zu überfüllt und überfordert seien.
Firli Fitzel, Übername Gnomicomicus

Blinder Waldelf beendet erfolgreich Kriegerakademie, Meinung
Mein name ist Bixxi Briggle, übername Verletzmichnicht. Ich möchte einem tapferen Waldelfen zu seinem Abschluss der Kriegerakademie gratulieren. Alle von uns wissen wie anstrengend diese st und dennoch werden sich manche fragen, warum solch ein Bericht in den wandernen Druiden kommen sollte. Nun, das ist ganz einfach, mein Freund und Krieger ist blind.
Sein Augenlicht wurde ihm vor Jahren grausam genommen und seine jetzigen Erfolge erlangte er dank mühevollem Training und Geduld. Sein erlerntes Können, die Umgebung mit seinen magischen Kräften wahr zu nehmen finde ich eine einzigartige Gabe und ich bewundere ihn dafür sehr.
Lieber Freund, mögen die maschinen deines Lebens nie explodieren und deine Zukunft immer winzelig sein, deine Kriegerin im Miniformat.

Neue Regelung, Hohepriestern Familie mit Kriegern verboten
Trotz wehementen protesten der Völker, wurde den Priesern und Priestessen sei es die Heirat, die Ehebündnisse, der Writzwrtiz als auch das Lebensritual oder andere Formen der Familienbündnisse verboten. Dies sei eine Wichtige Maßnahme um die vermehrten Besuche der Krieger in den Tempeln zu unterbieten. Bereits geschlossene Bündnisse geben keine Erlaubniss mehr, heilige Tempel zu betreten und die Kinder der Priester werden während des Tempeldienstes oder dem Kampfdienst in die Obhut Familienangehöriger oder Waisenhäuser gegeben.
Des weiteren ist der Kontakt zwischen Priestern und Kriegern nur mehr in den Heilkatakomben oder Erforschungstruppen neuer Inseln gestattet. Sollten Kinder dennoch heimlich bei den Eltern in den Zeltlagern oder Tempeln behalten, ist mit einer Verbannung von drei Jahren zu rechnen.
Druide Sheerin der Verbergenden Streifen

CK